Leonore Enzmann: Das Pfefferkuchenhaus

Das Pfefferkuchenhaus

© Leonore Enzmann

´s war Weihnachten, ich war ein Kind
und neugierig, wie Kinder sind.
Ich wickelte ein Päckchen aus
und fand ein Pfefferkuchenhaus.

Es war so bunt und wunderschön,
nie hatte ich so was geseh´n.
Dass es kaputt geht, war mir bang,
drum stellt´ ich ´s hinter Glas im Schrank.

Davor saß ich auf meinem Posten,
es durfte niemand davon Kosten.
Doch als ich nach der Weihnachtsnacht
ganz zeitig früh dann aufgewacht,

lief ich zum Pfefferkuchenhaus,
doch es sah plötzlich anders aus,
wie ich es abends abgestellt,
zusammen brach fast meine Welt.

Ich sah es mir genauer an,
der Schornstein fehlt, aus Marzipan!
Bei Mutter schlage ich Alarm,
sie nimmt mich zärtlich in den Arm,

sie tröstet mich, geht dann hinaus,
schimpft draußen meinen Bruder aus.
Am nächsten Morgen klaffte gar
ein großes Loch, wo ´s Dach einst war.

Das schöne Pfefferkuchenhaus
sah wie eine Ruine aus.
Ich rannte weinend zum Papa,
bei dem ich meinen Bruder sah.

Dem klebte, nein, ich glaubt es nicht,
der Zuckerguss noch im Gesicht.
Er lachte: hmmm, das schmeckt so fein,
gibst Du nichts ab, ess ich ´s allein.

Da bin ich schreiend weggerannt,
weil ich dort keine Hilfe fand.
Ich nahm die Reste nun von oben
und hab´ sie unters Bett geschoben,

ganz hinter, in die letzte Ecke,
damit sie auch niemand entdecke.
Doch als ich es am nächsten Tag
hervor zieh unterm Bett, da lag

kein Krümel mehr, vom Haus so bunt,
daneben lag der Dackelhund.
Warum ich Euch heut die Geschichte
vom Pfefferkuchenhaus berichte?

Ich hatte so ein Haus besessen,
doch nie auch nur ein Stück gegessen.
Hätt´ ich als Kind es nicht versteckt,
dann wüsst´ ich heute, wie es schmeckt.


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Leonore Enzmann: Weihnachtsgedicht eines Kindes

Weihnachtsgedicht eines Kindes

© Leonore Enzmann

Der Lichterbaum erstrahlet
gar hell in dunkler Nacht.
Ich habe ihn gemalet,
das hat viel Spaß gemacht.

Wir singen Weihnachtslieder,
wir singen sie gleich dann.
Alle Jahre wieder,
kommt der Weihnachtsmann.

Er bringt uns viel Geschenke,
in einem großen Sack.
Und wißt ihr, was ich denke:
Er trägt ihn huckepack.

Die Glocken läuten an dem Baum,
die Wunderkerzen strahlen.
Ich habe einen schönen Traum –
morgen muß ich ihn malen.


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Leonore Enzmann: Komm an den Kamin

Komm an den Kamin

© Leonore Enzmann

Der Sturmwind peitscht den Regen vor sich her,
die bunten Blätter werden unansehnlich braun,
der Bäume Wipfel sind schon kahl und leer,
die lose Latte knattert an dem Zaun.

Doch im Kamin, da prasselt es gemütlich,
das Feuer macht die Stube wohlig warm
und die Familie sitzt am Tisch ganz friedlich,
erzählen sich Geschichten Arm in Arm.

Vom Glühwein steigt die Röte in die Wangen,
Lavendelduft verströmen bunte Kerzen,
es klingen Lieder, die wir einstmals sangen,
Weihnachtsvorfreude ist in allen Herzen.


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Leonore Enzmann : Adventsidylle

Adventsidylle

© Leonore Enzmann

Der Himmel ist grau,
grau ist die Stadt
und die Straße ist naß.
Fern von hier Motorengeräusch.
Ich sitze und schaue freudlos hinaus,
und male mir schöne Dinge aus
und denke –
was ich den Eltern zu Weihnachten schenke.
Was ihnen wohl gefällt? –
Und draußen regnet’s.
Was ist das heut für eine Welt?
Nur eine trübe, graue Leere –
Und so was nennt man Adventsathmosphäre!

Da stehe ich auf, hole Mantel und Tasche
und laufe hinaus auf die nasse Straße.
Der Regen läuft mir übers Gesicht,
doch ich spüre ihn nicht.
Wohin gehe ich eigentlich?
Wohin treibt mich mein Gefühl?
Ich weiß es nicht, weiß nicht was ich will.
Die Straßen sind einsam, wie verlassen die Stadt.
Ich schaue hinauf in ein Fenster.
Da strahlt ein warmes Licht zurück,
ein Adventsstern leuchtet, verkündet mir Glück.
Doch um mich herum ist lauter Stille.
Adventsidylle?

Dann geh ich weiter in eine große Straße,
da sind die Auslagen strahlend hell.
Ich sehe Tannenzweige in einer schönen Vase
mit Kugeln dran, und eine Eisenbahn.
Und Teddys, Puppen, Roller, Ski.
Manches Kind besaß dieses wohl nie.
Ich seh‘ auch viel zu naschen
und greif‘ in meine Taschen und finde 10.- Mark.
Doch kann ich nichts dafür kaufen,
es ist ja Sonntag, schon 18 Uhr,
so muß ich weiterlaufen.
Kein Tag wie die andern ist es heute –
Adventsfreude?

Zurück tragen mich meine Beine,
ich bin mit mir und der Kälte alleine.
Es regnet stärker, die Wolken sind dicht,
doch ich friere nicht.
Ich bin nicht allein,
ich kenne ein Herz, das wird bei mir sein.
Es wird an mich denken,
ich muß ihm was schenken.
Und so laufe ich weiter.
Ich werde ganz heiter,
man kann mich beneiden,
denn auch ich habe Freuden.
Kann heut auch niemand bei mir sein,
so kann ich mich doch trotzdem freun.
Denn Weihnacht ist nah,
es ist wunderbar.

Beim Kerzenschein wird das Glück bei mir sein,
ich bin nicht allein.
Alle Pracht wird ich sehn,
Adventsfreud’ ist schön.


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Leonore Enzmann: Advent

Advent

© Leonore Enzmann

Schon wieder ist ein Jahr vergangen,
die Weihnachtszeit kommt nun heran.
Zu schmücken wird nun angefangen,
hängt Kugeln nun an Zweige dran.

In Schaufenstern stehn Weihnachtsschilder,
wir stellen Weihnachtsengel auf,
kleben an Fenster Weihnachtsbilder,
stell’n auf Regale Kerzen drauf.

Wir basteln aus Stroh Weihnachtssterne,
es riecht nach Glühweinpunsch und Zimt,
die Lichter strahlen aus der Ferne,
wir sind auf Weihnacht eingestimmt.

Hell klingen frohe Weihnachtslieder,
gebacken wird in jedem Haus.
Wir singen: Alle Jahre wieder,
und warten auf den Nikolaus.

Geheimnisvoll pack ich Geschenke,
auf die ich goldnen Flitter siebe.
Ich lächle, wenn ich an dich denke
und freu mich auf das Fest der Liebe.


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Leonore Enzmann: Das Weihnachtsfest ist nun vorbei

Das Weihnachtsfest ist nun vorbei

© Leonore Enzmann

Das Weihnachtsfest ist nun vorbei
und es beginnt das Einerlei.
Der Tannenbaum wird abgeputzt,
die Zweige säuberlich gestutzt,
der Stamm wird kurz und klein gehackt,
dass im Kamin es fröhlich knackt.

Dem letzten Weihnachtslied man lauscht,
Geschenke werden umgetauscht,
Krippe und Kerzen weggeräumt
und dann ein ganzes Jahr geträumt
davon, dass man bald sagen kann:
Morgen kommt der Weihnachtsmann.


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Leonore Enzmann: Weihnachtszeit

Weihnachtszeit

© Leonore Enzmann

Winterzeit – Weihnachtszeit
macht die Menschenherzen weit.

Sterne in den Fensterscheiben
laden ein zum Stehenbleiben.

Tannengrün in hohes Vasen,
Schnee auf Dächern und auf Rasen,

einer Glocke heller Klang.
Kinderaugen sagen Dank.

Ein frohes Fest, ein gutes Jahr,
Gesundheit, Freude immerdar.

Ich wünsch‘ Dir Glück, genügend Geld,
vor allem Frieden auf der Welt


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Martina Lukits-Wally: Weihnachtstraum

Mein Weihnachtstraum
© Martina Lukits-Wally

 
Wie jedes Jahr zur Weihnachtszeit,
macht sich in meinem Herzen breit
die Sehnsucht nach dem sonn’gen Süden
und nach ein bisschen Ruh und Frieden.

Dem Stress und Rummel zu entfliehn
und nur am Strand spazierengehn,
das wär mein größter Weihnachtswunsch,
fernab von Zuckerwatte, Punsch,
sowie vom fetten Weihnachtsessen,
die Päckchen darf man nicht vergessen!

Ich möcht so gern statt Kekse backen,
viel lieber meine Koffer packen,
um meinem Hals ’nen Blütenkranz,
als diesen Tannenkerzenkranz.
Die sonnig warmen Südseeträume
verdrängen Glitzerweihnachtsbäume.

Statt all der sportlich’ Winterfreuden
möcht ich viel lieber Wellenreiten,
am Abend lauschen Volksgesängen,
statt Weihnachtsliedern, Orgelklängen;
still schau’n des Himmels Sternenpracht,
statt Lichterglanz von Mensch gemacht.

Ich schrecke auf, – das Telefon
holt mich mit Weihnachtsklingelton
aus meinen Träumen jäh zurück,
auf den Kalender fällt mein Blick.
Besuch von Eltern, Onkeln, Tanten
und allen anderen Verwandten
sagt sich nun an zur Weihnachtszeit.
Ich bin dafür noch nicht bereit!

Wohl oder übel werd ich morgen
für sie Geschenke gleich besorgen.
Ich seufze still in mich hinein.
Wird es wohl jemals anders sein?
Vielleicht wird doch im nächsten Jahr
mein Weihnachtstraum nun endlich wahr!

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Martina Lukits-Wally: Advent

Advent, wie man ihn kennt
© Martina Lukits-Wally

 
Advent, Advent,
das Kerzlein brennt,
die Zeit sie rennt,
wie man es kennt,
kalt sind die Händ’,
Mann ist am End’.

Die Weihnachtsständ’.
die jeder kennt,
sind voll im Trend,
wie man das nennt.
Nur so erwähnt –
Mann dorthin rennt.

Nach Punsch er sehnt
sich im Advent,
der hat Patent!
Bei Frau verpönt,
sein Kopf bald dröhnt!
Das ist Advent, wie er ihn kennt!

Das Haus verschönt
Frau im Advent,
dem Putz sie frönt,
hin, her sie rennt,
geht hoch die Wänd’.
Das ist Advent, wie sie ihn kennt!

Vom Stress am End’,
sind steif die Händ’,
„Wenn Ruh ich fändt
bloß im Advent!“,
sie still bekennt
und leise gähnt.

Und dann am End’
von dem Advent,
Mann lautvoll stöhnt, –
sein Magen brennt!
Wie Frau das kennt!
Sie ist’s gewöhnt!

Mann, ein Fragment,
nach Ruh sich sehnt,
aufs Sofa lehnt,
ganz tief gleich pennt.
„Wir sind getrennt!“,
sie warnend höhnt.

Die Glocke tönt,
die Gans verbrennt,
er – nie entwöhnt –
das Fest verpennt.
Bevor Frau rennt,
sie kurz erwähnt:
„Der Christbaum brennt!“
Das ist Advent, wie man ihn kennt!

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Katharina Britzen: Zeig mir den Weg nach Weihnachten

Zeig mir den Weg nach Weihnachten
© Katharina Britzen

Zeig mir den Weg nach Weihnachten,
den seit Langem ich verloren,
nicht den von Kitsch und Lichterketten,
den von der Lieb’ im Stall geboren.

Zeig mir den Weg nach Weihnachten,
dessen Melodie so fremd mir klingt,
nicht den von Rauschebart und Jingle bells,
den, der vergess’nes Lied anstimmt.

Zeig mir den Weg nach Weihnachten,
den viel zu lange ich verdrängt,
nicht den vom Tischlein-deck-dich,
den, der Seelenspeise schenkt.

Zeig mir den Weg nach Weihnachten,
den so gern ich wiederfände,
nicht den von Luxus und Lametta,
zeig mir den Weg zur inn’ren Wende.

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Martina Lukits-Wally: Weihnachtsgedanken

Weihnachtsgedanken
© Martina Lukits-Wally

Wie käme Tanne oder Fichte
denn sonst einmal zu hoher Ehr,
wenn jedes Jahr das Fest, das lichte,
wenn heilig Weihnachten nicht wär?
Sind alle Blumen still vergangen,
kein Grün das Auge mehr erfreut,
ist grau und trüb die Welt verhangen,
der Tannenbaum sein Licht verstreut.
Doch leider neigt es sich zu Ende,
das schnell gelebte gute Jahr.
Das Eis gefror der Hoffnung Hände
und das, was einmal Leben war.

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Alfons Pillach: Sobald die Stille zu dir spricht

Sobald die Stille zu dir spricht
© Alfons Pillach

Wenn Weihnachten doch still noch wär’,
ganz ohne dieses Lärmen,
dann könnte dieses Fest viel mehr
die Herzen uns erwärmen.

Mach dir zu Weihnacht das Geschenk,
im Rummel mehr zu schweigen,
sei einmal dessen eingedenk
bei jenem Festtagsreigen.

Sobald die Stille zu dir spricht,
wenn’s Weihnacht draußen dunkelt,
entflammt in dir das schönste Licht,
das zur Weihnacht funkelt.

Zieh, Stille, in die Herzen ein,
im Glanz der Weihnachtslichter
und leg der Kerzen sanften Schein
auf friedvolle Gesichter.

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Alfons Pillach: In der Heiligabendnacht

In der Heiligabendnacht
© Alfons Pillach

Draußen fallen kleine Flöckchen
leise auf die Erde nieder,
alle tragen weiße Röckchen,
schweben durch die Weihnachtslieder.

Einsam wohnt in einem Zimmer
eine Mutter mit dem Kind,
ohne Glanz und Weihnachtsschimmer,
weil dafür zu arm sie sind.

Ohne Christbaum in der Ecke,
ohne seiner Lichter Schein,
zugedeckt mit dünner Decke
schläft der kleine Junge ein.

Dann beginnt des Traumes Reise
durch das Weihnachts-Wunderland
und dort zieht er seine Kreise
mit dem Christkind in der Hand.

Er bewundert Weihnachtsbäume
und des Christkinds Lockenpracht,
all der vielen Kinder Träume
in der Heiligabendnacht.

Mit dem schönsten Weihnachtsengel
und der Stimmen bestem Chor
bringt das Christkind dann den Bengel
zu des Traumlands Ausgangstor.

Streicht dem Knaben durch die Haare,
sagt ihm leise: Lebe wohl,
bis ich dich im nächsten Jahre
an Weihnachten wieder hol’.

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Martina Lukits-Wally: Weihnachtsstern

Weihnachtsstern
© Martina Lukits-Wally

Die Nacht bricht herein,
ich lade dich ein,
heut bei mir zu sein,
denn ich bin allein.
Es ist Weihnachtszeit
und leise es schneit,
die Sehnsucht fliegt weit
zum Stern in der Nacht,
der treu mich bewacht,
ganz zärtlich und sacht.

Vom Alltag verrückt
die Sorge mich drückt,
geht zu dir mein Blick.
So sind wir vereint,
denn du bist ein Freund,
der’s gut mit mir meint.
Wenn Hoffnung zerbricht,
verlässt du mich nicht,
du funkelndes Licht.
Die Hektik nun ruht,
so gibst du mir Mut,
sagst, alles wird gut.
Mein tröstender Stern,
so weit, gar so fern –
Ich habe dich gern!
Ich träum grad von dir,
da klopft’s an der Tür.
Wer will bloß zu mir?

Allein, wie es scheint,
steht mein alter Freund
nun vor dieser Tür.
„Ich wollte zu dir!“,
sagt er und er lacht.
„Hab an dich gedacht,
’nen Stern mitgebracht!“
Der Alltag entrückt,
als fest er mich drückt.
Ich wähnte ihn fern,
ich hatte ihn gern.
Sein Traumweihnachtsstern
in rötlicher Pracht,
der mich nun bewacht,
wird Stern dieser Nacht.

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Martina Lukits-Wally: Advent

Advent
© Martina Lukits-Wally

Zu Haus im warmen Zimmer
da brennt ein kleiner Schimmer.
Ein Kerzlein ist’s am Kranz,
verbreitet goldnen Glanz.
Es ist Advent, Vorweihnachtszeit,
nun sollst du meiden Neid und Streit.

Wir sitzen hier gemeinsam,
und niemand ist nun einsam.
Zwei Kerzen sind’s am Kranz,
verbreiten goldnen Glanz.
Es ist Advent, Vorweihnachtszeit,
den Wald bedeckt ein Winterkleid.

Wir lesen Weihnachtsmärchen
und naschen Gummibärchen.
Drei Kerzen sind’s am Kranz,
verbreiten goldnen Glanz.
Es ist Advent, Vorweihnachtszeit,
voll Wärme und Gemütlichkeit.

Wir singen Weihnachtslieder
und backen Kekse wieder.
Vier Kerzen sind’s am Kranz,
verbreiten goldnen Glanz.
Es ist nun stille heil’ge Nacht,
Schneeflocken fallen weiß und sacht.
Ihr Kinder schaut zum Fenster raus!
Wie schön erhellt ist jedes Haus!
Wenn dann ein Stern vom Himmel fällt
auf diese große weite Welt,
dann zieht der Weihnachtsmann vorbei
und ihr habt viele Wünsche frei!

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Martina Lukits-Wally: Hört, schaut, singt!

Hört, schaut, singt!
© Martina Lukits-Wally

Hört, hört der Glocke hellen Ton!
Ich hab ihn wohl vernommen.
Das liebe Christkind ist ja schon
zu uns ins Haus gekommen.

Schaut, schaut den schönen Weihnachtsbaum,
geschmückt mit Kugeln, Kerzen,
so viele Päckchen, wie im Traum,
erfreuen Kinderherzen.

Singt, singt mit mir ein Weihnachtslied
in dieser stillen Nacht.
Ein Stern am dunklen Himmel zieht,
Schneeflöckchen fallen sacht.

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Martina Decker: Nachweihnachtsgedicht

Nachweihnachtsgedicht
© Martina Decker

Lieber guter Weihnachtsmann,
deine Arbeit ist getan.
Seit gestern ist das Fest vorbei,
du hast die nächsten Wochen frei.
Will dich auch nicht lange stören,
bitte nur, kurz zuzuhören.

Danke für die netten Gaben
die da unterm Bäumchen lagen.
Doch mir scheint, du warst verwirrt,
hast bei den Päckchen wohl geirrt.

Töpfe, Mixer, Bügeleisen,
das Gerät zum Folienschweißen,
Creme für Body und Gesicht
all dies wünschte ich mir nicht!

Sag, wem gabst du mein Parfüm?
Wer trägt heute meinen Ring,
liegt nun unter der Kuscheldecke
die ich wollte für die Sofaecke?
War der Schlitten falsch beladen?
Oder gibt es meinen Namen
vielleicht doppelt auf der Welt?
Hat die and’re all den Kram bestellt?
Gibts in deinen Unterlagen
Antworten auf meine Fragen?

Ich werd’ jedenfalls die Sachen
heut’ noch ordentlich verpacken
und verstecken hinterm Haus.
Tausch die Päckchen einfach aus,
wenn du in der Nähe bist.

Fühle herzlichst dich gegrüßt.
Ich freu mich schon aufs nächste Jahr

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O du fröhliche
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ASIN B006A15EGS

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